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DMA (Digital Markets Act): Alles, was Sie wissen müssen!

Nach der Einführung der DSGVO im Jahr 2018 ist es nun an der Zeit, die Ankunft des Digital Markets Act für das Frühjahr 2024 vorzubereiten.

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Zusammenfassung

Seit Inkrafttreten des Digital Markets Act (DMA) im März 2024 haben sich die Spielregeln für digitale Werbung in Europa geändert. Während die DSGVO (2018) auf den Schutz der Privatsphäre abzielte, soll der DMA die Monopole der Digitalriesen brechen.

Für Marketingverantwortliche ist die Gleichung einfach: Ohne technische Konformität ist es das Ende des Remarketings und der ähnlichen Zielgruppen auf Google. Dieser Artikel entschlüsselt die tatsächlichen Auswirkungen des DMA auf Ihren Marketing-Stack und erklärt, warum der Consent Mode V2 zum einzigen Schlüssel für die Aufrechterhaltung Ihrer Akquisitionsleistung geworden ist.

Warum ist Ihr Ökosystem vom DMA betroffen?

Der Digital Markets Act richtet sich nicht direkt an Werbetreibende, sondern an „Gatekeeper” (Zugangskontrolleure). Dabei handelt es sich um systemische Plattformen, die das Internet strukturieren: Alphabet (Google), Meta (Facebook/Instagram), Amazon, Apple, Microsoft und ByteDance (TikTok).

Um hohe Geldstrafen (bis zu 10 % ihres weltweiten Umsatzes) zu vermeiden, müssen diese Akteure nun gegenüber der Europäischen Kommission nachweisen, dass sie die ausdrückliche Zustimmung der Nutzer zum Abgleich ihrer Daten eingeholt haben.

Der Dominoeffekt für Werbetreibende

Hier kommen Sie ins Spiel. Google kann sich nicht mehr damit begnügen, die Zustimmung zu vermuten. Es verlangt von Ihnen, dem Werbetreibenden, ein technisches „Signal” zu senden, das belegt, dass der Nutzer „Ja” gesagt hat.

Die direkte Folge: Wenn Sie dieses Signal nicht über den Consent Mode V2 senden, sperrt Google den Zugriff auf Targeting-Funktionen (Remarketing, Customer Match) und verschlechtert die Genauigkeit Ihres Trackings.

Was ist der Google Consent Mode V2?

Der Consent Mode (Zustimmungsmodus) ist das Protokoll, mit dem Ihre Website den Zustimmungsstatus Ihrer Nutzer an Google-Tags (Google Ads, GA4, Floodlight) übermitteln kann.

Die Version V2 führt zwei neue wichtige Parameter ein, die zu den bestehenden (analytics_storage und ad_storage) hinzukommen:

       
  • ad_user_data: Stimmt der Nutzer zu, dass seine Daten zu Werbezwecken an Google übermittelt werden?
  •    
  • ad_personalization: Akzeptiert der Nutzer Remarketing (personalisierte Werbung)?

Ohne diese beiden grünen Ampeln schließen sich die Werbekanäle automatisch.

Welche Sammelstrategie soll man wählen?

Die Implementierung des Consent Mode V2 bietet zwei Granularitätsstufen. Die Wahl hängt von Ihrer Risikobereitschaft und Ihrem Datenbedarf ab.

Option 1: Der „Basic“-Consent-Modus (maximale Sicherheit)

Das ist der strenge Ansatz. Wenn der Benutzer Cookies ablehnt:

       
  • Es wird kein Google-Tag ausgelöst.
  •    
  • Es werden keine Daten gesendet.
  •    
  • Folge: Sie verlieren 100 % der Sichtbarkeit auf Nutzer, die keine Einwilligung erteilt haben (oft 30 bis 40 % des Datenverkehrs).

Option 2: Der „Advanced“-Consent-Modus (Leistung & Modellierung)

Dies ist der empfohlene Ansatz, um die Daten zu maximieren. Wenn der Nutzer Cookies ablehnt:

       
  • Google-Tags werden im „eingeschränkten” Modus ausgelöst.
  •    
  • Sie senden anonyme „Pings“ (ohne Cookies, ohne persönliche Identifikatoren).
  •    
  • Der Vorteil: Google nutzt diese Pings, um Conversions zu modellieren. So erhalten Sie einen statistischen Überblick über die Performance und können Lücken in Ihren GA4- und Google Ads-Berichten schließen.

Wie gewährleistet Welyft die Einhaltung von Vorschriften und die Sicherheit Ihrer Daten?

Die Einrichtung des Consent Mode V2 ist nicht nur ein Häkchen, das man setzen muss, sondern ein chirurgischer Eingriff in Ihren Tagging-Plan. AlsData-Analytics-Agentur wenden wir eine strenge Methodik an:

1. Audit der CMP (Consent Management Platform)

Wir überprüfen, ob Ihr Cookie-Banner (Cookiebot, Didomi, Axeptio, OneTrust...) technisch in der Lage ist, die neuen Signale „ad_user_data” und „ad_personalization” zu erfassen und zu übertragen.

2. Konfiguration von Google Tag Manager (GTM)

Wir konfigurieren Ihre Beacons neu, damit sie auf die Signale der CMP reagieren.

       
  • Aktivierung der „Consent Overview“ in GTM.
  •    
  • Aktualisierung der Trigger, um der Basic- oder Advanced-Logik zu entsprechen.
  •    
  • Überprüfung der Auslösefolge, um Datenlecks vor der Einwilligung zu vermeiden.

3. Rezept & Validierung

Wir verwenden den Modus „Vorschau“ und die Entwicklerkonsole, um sicherzustellen, dass die Pings korrekt gesendet werden (Status „gcs“ und „gcd“) und dass das Remarketing für zustimmende Nutzer aktiv ist.

Verwandeln Sie Zwänge in Chancen

DMA und Consent Mode V2 sind nicht optional. Wer sich nicht daran hält, akzeptiert, seine Akquisitionskampagnen blind zu steuern und verzichtet auf die leistungsstarken Gebotsalgorithmen von Google.

Durch den Wechsel in den Advanced-Modus mit einer sauberen Implementierung können Sie dank der Modellierung bis zu 70 % der verlorenen Conversions zurückgewinnen. Dies ist ein großer Wettbewerbsvorteil gegenüber schlecht konfigurierten Akteuren.

Haben Sie Zweifel an Ihrer aktuellen Konfiguration? Sinkt Ihre Reichweite bei Google Ads? Beauftragen Sie unsere Datenexperten mit einem Audit zur Einhaltung des Consent Mode.

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